Es scheint einen ungewollten Ortstermin zu geben, alle wollen es jetzt genau wissen wie die Verschiebung des Leuchtturms vollzogen werden soll.
Wann? Wie? Wohin? Wer? Weshalb?
Katharina Vasces und der Kobboi haben alle Hände voll zu tun. Katharina Vasces wäre ja für einen Neubau, aber die Volanter*innen glauben die Seele des Leuchtturms würde verloren gehen.
Frau Adler stand heute wieder am Meer und bemerkte nicht wie er vorbeiging. Joven will heute in die Bibliothek.
Herr Cañas ist froh wieder zu Hause zu sein und er ist erleichtert, dass nun seine Schwiegertochter mit seinem Sohn auf das Meer hinaus fährt. So kann er in Ruhe mit seiner verstorbenen Frau reden.
Gestern Abend trafen sich die Volanter*innen und einigten sich darauf, den Leuchtturm 50 Meter nach Süden zu verschieben. Ob und wie dies genau gemacht werden kann, wollen sie nun abklären.
Bei seinem Gang dem Meer entlang, kommt ihm der Gedanke, wieso nicht gleich die ganze Insel 10 Meter anheben? Jetzt hat sich sein Schritt verlangsamt.
Herr Caña kommt heute wieder nach Hause. Seine Schwester gab ihm noch einen ganzen Koffer Lebensmittel mit. Glaubt die auf der Insel müssten alle Hunger leiden?
Völlig ungestört geht Joven dem Strand entlang, so früh am morgen ist noch niemand unterwegs.
Die Zeit drängt, die Volanter müssen eine Lösung finden, wie sie den Leuchtturm schützen wollen. Der Anstieg des Meeresspiegels gefährdet den Leuchtturm. Die einen wollen einen Schutzwall bauen die anderen wollen den ganzen Leuchtturm 50 Meter zurückschieben und eine weitere Option ist ein Neubau.
Heute serviert Katharina Vasces Flammenkuchen zum Mittagessen und als Dessert gibt es Crème brûlée. Der Kobboi hat leichte Wadenkrämpfe.
Von ihrer Nachbarin hat Frau Adler erfahren, dass Herr Caña schon einige Zeit bei seiner Schwester auf dem Festland ist. Sie hat keine Lust die Wohnung zu verlassen.
Der Kobboi fuhr mit dem Fahrrad an ihm vorbei, in ein neues Gelbes Trikot gekleidet.
Joven hat noch einiges zu erledigen und ist nur kurz am Meer.
Meeresspiegelanstieg
Seit der Mitte des 19. Jahrhunderts ist ein deutlicher Meeresspiegelanstieg zu beobachten, der allein im 20. Jahrhundert bei etwa 17 cm gelegen hat. In den vergangenen Jahrzehnten ist zudem eine Beschleunigung zu beobachten. Im Zeitraum 1993 bis 2010 waren es durchschnittlich 3,2 mm pro Jahr.
Für Herrn Cañas ist heute für einige Zeit, der letzte Tag auf dem Fischerboot.
Morgen geht er für zwei Monate zu seiner Schwester auf das Festland.
Der Ortswechsel wird ihm hoffentlich helfen seine Trauer zu verarbeiten.
Vielleicht findet er sogar seine Sprache wieder.
An seinem Weg säumen sich auffällig viele Menschen. Es hat sich herumgesprochen, dass Joven gestern seine Runde nicht machte. Nun wollen es einige genau wissen, ob es was Ernsthaftes ist oder ob heute das Inselleben wieder in der Balance ist.