Verstanden, aber nicht alles begriffen, verständlich.
Zum Glück richtet sich der Meerwind nicht nach den vermeidlich Mächtigen dieser Welt, es geschieht so viel Wunderbares auf dem Raumschiff Erde, auf seiner Reise durch das Universum.
Das Baguette ist noch im Ofen, sofort zurück in die Küche.
Der Kobboi ist auf der Rückreise, auf der Fähre fühlt er sich schon wieder ein wenig wie zu Hause. Bein Kaffee trinken, verwickelt ihn ein Herr in ein Gespräch, oder besser der Herr hält einen sehr langen Monolog über seine Arbeit und die technischen Schwierigkeiten einer Eisbahn, die saniert werden muss. Obwohl er schon 20 Jahre in Pension ist, spricht er so als ob er immer noch dabei wäre. Als der Kobboi in seine Kabine will, bietet im, der Mann noch einen zweiten Kaffee an. Nachdem er ihm eine gefühlte Stunde keine Antwort mehr gegeben hatte, zeigte der Mann Gnade und wendete sich einem anderen Reisenden zu, dem er gleich wieder mit seiner Geschichte begann.
Zu viele Informationen, sich im Kreisdrehen, orientierungslos, orientierungslos in Seenot, keine Ahnung und kein Plan und orientierungslos, die Möwen kreischen.
Seit einer Woche sind die Temperaturen stark gesunken, ist der Eisberg der Grund dafür?
Alle noch so abenteuerlichen Berechnungen lassen eigentlich keinen Zusammenhang zu.
Aber es gibt ja auch keine Sitznummer 13 in einem Flugzeug, obwohl es keinen einzigen nachvollziehbaren Grund dafür gibt.
Also, so muss es doch noch möglich sein, dass der Eisberg vor der Insel auftauchen könnte.
Und wieder …
wird eifrig spekuliert, diskutiert und berechnet, ob und wenn, wann A23a oder Teile davon mit der Insel kollidieren könnten? Wird es den Fährverkehr und die Fischerei behindern oder sogar verunmöglichen? Sogar im Kaffeesatz hofften einige fündig zu werden.
Der Eisberg A23a, der grösste der Welt, mit einer Fläche von etwa 3.500 Quadratkilometern, hat sich nach Jahrzehnten des Stillstands in Bewegung gesetzt. Seit seinem Abbruch vom Filchner-Ronne-Schelfeis im Jahr 1986 war er lange Zeit am Meeresboden festgefroren. Im Jahr 2020 begann er sich zu bewegen und trat im Dezember 2024 aus einem ozeanischen Strudel, einer sogenannten Taylor-Säule, nahe den Südlichen Orkneyinseln aus. Aktuell driftet A23a nordwärts durch den südlichen Ozean in Richtung der Insel Südgeorgien im Südatlantik. Es wird erwartet, dass er in wärmeren Gewässern in kleinere Eisberge zerbricht und schliesslich schmilzt. Diese Entwicklung könnte Auswirkungen auf lokale Ökosysteme haben, insbesondere durch die Freisetzung von Nährstoffen und die mögliche Beeinträchtigung von Lebensräumen für Pinguine und Robben.
Er muss ihm absagen, so geht es nicht weiter, aber wie soll er es formulieren, welche Worte wählen, wie begründen, ohne ihn zu kränken und nicht die Freundschaft zu riskieren.
Eine Ausrede erfinden?
Nein, aber wie soll er es formulieren, welche Worte wählen, wie begründen, ohne ihn zu kränken und nicht die Freundschaft zu riskieren.
Was so alles auf dem Meer gesehen werden will, von Geistern, Monsterwellen, Untieren, bis hin zu Ausserirdischen kommt alles vor in den Erzählungen der Leuchtturmbesucher*innen. Heute hat jemand sogar noch ein historisches Piratenschiff gesichtet, die seien direkt auf sie zugesteuert und hätten erst im letzten Moment abgedreht und in einer Nebelwolke verschwunden. Sogar Kanonenschüsse seien zu hören gewesen.
Katharina Vasces ist besorgt, ob bei ihren Getränken, die sie servierte, wirklich alles in Ordnung war. Der Kobboi reinigt noch einmal die Kaffeemaschine.