Nach dem Besuch der Bibliothek geht Joven den Strand entlang und erschrickt leicht, als er die zwei Fremden im Gras sitzen sieht. Er fragte sich ja immer schon wie die Geschichten in die Bücher kommen. Nun scheinen sie auch noch aus den Büchern wieder herauszukommen. Oder ist er selber hineingeraten?
Auf alle Fälle ist er gespannt, wie sich die Sache zwischen Tsukiko und dem Sensei, ihrem alten Lehrer entwickelt. Alles scheint im so fremd und nun doch so nah zu sein.
Bild: Frei nach Jiro Taniguchi
Der Himmel ist Blau, die Erde ist Weiss von Hiromi Kawakami und Jiro Taniguchi
Der Himmel ist Blau, die Erde ist Weiss von Hiromi Kawakami und Jiro Taniguchi ist eine wunderschöne Literaturadaption, perfekt geeignet für Liebhaber japanischer Traditionen und unaufgeregten, dafür nachhaltigen Geschichten. Mich hat die Geschichte von Tsukiko und ihrem alten Lehrer positiv überrascht, denn es handelt sich wahrhaftig um eine sehr aussergewöhnliche Liebesgeschichte, die mich mit ihrer intensiven Erzählweise in ihren Bann gezogen hat. Svenja – Pan Tau Books
Joven ist wieder einmal ausgezogen, um die Insel zu entdecken.
Seine Eltern durften zum Elterngespräch. Die Lehrerin ist mehr oder weniger zufrieden mit Joven. Alles in Ordnung die Eltern sind erleichtert.
Als das Gespräch beendet ist und man ins palavern kommt. Erwähnt die Lehrerin dann so beiläufig, dass ihr Joven noch nie beim Stiefel ausziehen geholfen habe. Ob er zu Hause auch so wenig Hilfsbereitschaft zeige, wollte die Lehrerin wissen. Seine Eltern sassen zum Glück noch, sonst hätten sie sich jetzt wieder hinsetzen müssen. Doch doch, er sei immer bereit mit anzupacken, betonten seine Eltern.
Die Sache ist die, dass die Lehrerin bei Regen und von dem gibt es viel auf der Insel, immer hohe rote Gummistiefel trägt. Vor Schulbeginn reissen sich die Schülerinnen meistens darum, ihr Bein ausziehen zu helfen. Für Joven gab es also nie einen Grund sich da in den Vordergrund zu drängen, da war er ganz grosszügig.
Alles nach Plan, Glück gehabt. Der Leuchtturm steht am neuen Standort. So kann er weiter den Seeleuten den Weg weisen und für die Volanterinnen bleibt er ein beliebter Treffpunkt.
Auf Ansprachen wird verzichtet. Jetzt wird angestossen und für Verpflegung ist auch gesorgt. Milla Cremosso verwöhnt die Schaulustigen mit Süssem.
Joven findet diesen Tag wunderbar.
Expertenmeinungen
Systematischen Auswertungen von Expertenmeinungen zufolge besteht im Fall einer Erwärmung um fünf Grad Celsius eine 5%ige Wahrscheinlichkeit eines Meeresspiegelanstiegs um mehr als 2,38 Meter bis 2100. Weiteren Forschungsergebnissen zufolge ist innerhalb von 300 Jahren ein Anstieg um 2,5 m bis zu 5,1 m möglich.
Morgen ist es so weit, der Leuchtturm wird 50 Meter nach Süden und 5 Meter in die Höhe verschoben. Katharina Vasces und der Kobboi hoffen das alles reibungslos über die Bühne geht und sie bald wieder in ihr Heim einziehen können.
Morgen ist Schulfrei, Joven hat den Wecker schon gestellt. Er will nichts verpassen.
Endlich sind sie auf der Fähre, in 2 Tagen sind sie wieder auf der Insel. Der Termin für die Leuchtturmverschiebung ist ja für nächsten Dienstag angesetzt. Das wollen Katharina Vasces und der Kobboi auf keinen Fall verpassen.
Joven könnte sich vorstellen, das dieser steife Gegenwind, ihm mitteilen will, heute nicht zur Schule zu gehen.
Alles ist in Bewegung, aber wirklich vorwärtsgeht es nicht. Irgendwie kommt er sich vor wie in einem Ameisenhaufen. Er ist sich nicht sicher, ob er hier nochmals herausfindet.
Katharina Vasces und dem Kobboi haben noch nicht zurück auf die Insel gefunden. Zurzeit arbeiten sie sich durch die ausufernde Küche und die vielschichtige Gastronomie von Italien.
Auf der Insel geht es mit den Vorbereitungen, zur Verschiebung des Leuchtturms voran.
Joven will sich die Realität der Gladiatorenkämpfe nicht vorstellen. Er fixiert, ein paar Haare der Lehrerin, die sich senkrecht zur Decke strecken. Wieso ist ihm schleierhaft? Die Lehrerin ist auf alle Fälle sehr zufrieden mit ihm, er scheint ihren Ausführungen konzentriert zu folgen.
Die Flut reist Katharina Vasces und dem Kobboi mit. Immerhin taucht ein Leuchtturm auf, doch nicht, es ist ein Obelisk. Am Horizont sind ein paar Möwen zu sehen, vielleicht gibt es doch noch ein entrinnen.
Joven folgt heute in der Schule gespannt den Ausführungen über die italienischen Meister Leonardo Da Vinci, Michelangelo und Raffael. Bisher war es stolz auf seine Zeichnungen, die er durch das Begehen des Strandes in den Sand zeichnete, jetzt sind sie nicht nur vom Meer weggespült, sondern auch einfach nichtig.