
Wie das hin und her geht
mit der Sonne und dem Regen
Wie das Blau sich übertölpeln
lässt vom jagenden Grau
Wie ein Freund Grüsse schreibt
aus den Korrekturen
Und die Fahrt erträglich macht
vom Hin und Her zum Weiss nicht wer
Text: Ruth Loosli
Logbuch der Insel von Rittiner & Gomez

Wie das hin und her geht
mit der Sonne und dem Regen
Wie das Blau sich übertölpeln
lässt vom jagenden Grau
Wie ein Freund Grüsse schreibt
aus den Korrekturen
Und die Fahrt erträglich macht
vom Hin und Her zum Weiss nicht wer
Text: Ruth Loosli

Er will ans Meer
Er will zu Ruhe kommen
Er will alles wissen und sehen
Er will im Bild sein
Es ist ihm zu viel

Unscharf sehen
hat den Vorteil
das alles Erahnte
nach freiem Ermessen
Namen erhalten kann
und Farbbilder die wie
Aquarelle in der Nervenbahn
sitzen
Heimat ist dort
wo die Luft knistert
und die Vokale sich
zu Gebilden dehnen
die das Ohr erkennt
Stuhl (Gastfreundschaft)
Wand (Tafel/lernen)
Tisch (schreiben)
Text: Ruth Loosli

Der Kobboi ist voller Vorfreude und zum Glück sind nur die Beine übersäuert. Er bildet sich ja immer ein, am morgen vor einem grossen Radrennen, selber das Rennen simulieren zu müssen. Das Tiramisù für den Nachtisch, der bestimmt allen Rennfahrern über den Poggio di San Remo helfen wird, hat Milla Cremeso am morgen schon vorbeigebracht, aber die Piccata Milanese muss noch zubereitet werden. Bevor die Arbeit in der Küche beginnt, geniesst er zusammen mit Katharina Vasces einen feinen Espresso. Aus dem Radio ertönt 4 Marzo 1943 von Lucio Dalla.
Dice che era un bell’uomo
E veniva, veniva dal mare
Mailand–Sanremo ist ein italienisches Eintagesrennen im Strassenradsport, das erstmals im Jahr 1907 ausgetragen wurde. Traditionell findet es im März statt und trägt die Beinamen „La Primavera“ und „La Classicissima“. Mailand–Sanremo gehört zu den fünf Monumenten des Radsports.

Man trägt echt Briefe
zum gelben Kasten und
schiebt sie durch den Schlitz
hört sie fallen
und den dumpfen
Knall wenn sie unten ankommen
Doch der Absender ist schon
nicht mehr wer er morgen war
beim Schreiben
Text: Ruth Loosli

Die Besucherinnen sind schon wieder abgereist. Wunderbar, was es immer zu erfahren gibt und trotzdem gut, dass nicht alles gesagt und verraten wird.
Die Fähre fuhr pünktlich.

Gedichte
hängen
an
transparenten
Fäden
über den Wolken.
Text: Ruth Loosli

Die Welt vergessen.
Für einen Moment scheint alles gut zu sein.
Die Welt vergessen.
Für den Abend ist eine Sturmflut angesagt.

Der Wind streut mir Sand in
die Augen ich wechsle meine
Meinung.
Text: Ruth Loosli

Hallo!
Hallo!
Keine Zeit!
Keine Zeit?
Keine Zeit!
Wie kann die den verschwinden?