Joven ist wieder einmal ausgezogen, um die Insel zu entdecken.
Seine Eltern durften zum Elterngespräch. Die Lehrerin ist mehr oder weniger zufrieden mit Joven. Alles in Ordnung die Eltern sind erleichtert.
Als das Gespräch beendet ist und man ins palavern kommt. Erwähnt die Lehrerin dann so beiläufig, dass ihr Joven noch nie beim Stiefel ausziehen geholfen habe. Ob er zu Hause auch so wenig Hilfsbereitschaft zeige, wollte die Lehrerin wissen. Seine Eltern sassen zum Glück noch, sonst hätten sie sich jetzt wieder hinsetzen müssen. Doch doch, er sei immer bereit mit anzupacken, betonten seine Eltern.
Die Sache ist die, dass die Lehrerin bei Regen und von dem gibt es viel auf der Insel, immer hohe rote Gummistiefel trägt. Vor Schulbeginn reissen sich die Schülerinnen meistens darum, ihr Bein ausziehen zu helfen. Für Joven gab es also nie einen Grund sich da in den Vordergrund zu drängen, da war er ganz grosszügig.
Weil zwischen einem Paar aus Zürich spektakulär wenig geschah, dass sich seine Geschichte auflöste und verflüchtigte. Romana Ganzoni
Der Satz auf der ersten Seite des Romans „Tod in Genua“ gefiel dem Kobboi. Er fühlte sich durch den Satz weniger einsam. Jetzt kann er ruhig weiterlesen.
Der Kobboi ist ja ein ausgesprochener langsamer Leser. Nicht etwa, weil er geduldig ist. Nein er kann nicht anders und hat auch immer Angst ein Wort auszulassen und so genau die entscheidende Stelle in einer Geschichte zu verpassen. Dann wäre ja alles umsonst gewesen.
Regen fiel heute spektakulär viel. Das Leben auf der Insel geht seinen Gang.
Alles nach Plan, Glück gehabt. Der Leuchtturm steht am neuen Standort. So kann er weiter den Seeleuten den Weg weisen und für die Volanterinnen bleibt er ein beliebter Treffpunkt.
Auf Ansprachen wird verzichtet. Jetzt wird angestossen und für Verpflegung ist auch gesorgt. Milla Cremosso verwöhnt die Schaulustigen mit Süssem.
Joven findet diesen Tag wunderbar.
Expertenmeinungen
Systematischen Auswertungen von Expertenmeinungen zufolge besteht im Fall einer Erwärmung um fünf Grad Celsius eine 5%ige Wahrscheinlichkeit eines Meeresspiegelanstiegs um mehr als 2,38 Meter bis 2100. Weiteren Forschungsergebnissen zufolge ist innerhalb von 300 Jahren ein Anstieg um 2,5 m bis zu 5,1 m möglich.
Morgen ist es so weit, der Leuchtturm wird 50 Meter nach Süden und 5 Meter in die Höhe verschoben. Katharina Vasces und der Kobboi hoffen das alles reibungslos über die Bühne geht und sie bald wieder in ihr Heim einziehen können.
Morgen ist Schulfrei, Joven hat den Wecker schon gestellt. Er will nichts verpassen.
Endlich Ruhe. Noch einmal schlafen und dann sind sie wieder auf der Insel. Der Kaffee ist übrigens exzellent. Katharina Vasces beobachtet das leicht der Kaffeeoberfläche in der Kaffeetasse. Der Blick vom Kobboi, verliert sich in Katharinas Gesicht.
Joven verpflegte sich heute mit Äpfeln aus dem Keller, seine Eltern verstehen es einfach nicht, ihn richtig zu bekochen.
Frau Adler steht in einem neuen Mantel am Meer. Glücklich sieht sie nicht aus.
Endlich sind sie auf der Fähre, in 2 Tagen sind sie wieder auf der Insel. Der Termin für die Leuchtturmverschiebung ist ja für nächsten Dienstag angesetzt. Das wollen Katharina Vasces und der Kobboi auf keinen Fall verpassen.
Joven könnte sich vorstellen, das dieser steife Gegenwind, ihm mitteilen will, heute nicht zur Schule zu gehen.