
Joven geniesst heute noch mit ein paar Schulfreunden einen Tag am Strand. Am Montag ist wieder Schulbeginn.
Der Kobboi freut sich über die vielen schönen Neujahrskarten, die er erhalten hat.
Logbuch der Insel von Rittiner & Gomez

Joven geniesst heute noch mit ein paar Schulfreunden einen Tag am Strand. Am Montag ist wieder Schulbeginn.
Der Kobboi freut sich über die vielen schönen Neujahrskarten, die er erhalten hat.

Aus der Luft und zu Wasser, alle wollen Fisch. Joven möchte heute keinen auf dem Teller.

Die Jahreszeiten auf der Insel unterscheiden sich kaum. Das Klima ist mild, so dass die aus dem Atlantik ragende Landmasse auch im Winter mit einem immergrünen Teppich überzogen ist. Der Einzige, der den Jahreszeiten eine Kontur verleiht, ist der Nordwind, der während des Sommers seine Kräfte sammelt, um zu Beginn des Oktobers mit einer ersten starken Böe den Winter anzukündigen. Und wäre da nicht die Landbrücke, welche die zwei ungleich grossen Teile der Insel wie eine Heftklammer zusammenhält, wäre zu befürchten, dass der Nordwind den kleineren Teil eines Tages davonträgt.
Text: Susan Brandy

Feiern die Möwen auch Neujahr?
Frau Adler verwendet den Rest, des Sekts um ihr Risotto zu verfeinern.
Die Flut war heute aussergewöhnlich hoch.

Joven startet ganz leise und vorsichtig in das neue Jahr und hofft, dass ihn niemand stört.
Herr Cãna sitzt am Fenster und Frau Adler wartet am Meer.
Am Leuchtturm, keine besonderen Vorkommnisse.

Ab Januar wird hier von Susan Brandy eine Geschichte erzählen. Sie handelt vom Abschied, vom Neubeginn und von sonderbaren Tieren. 52 kurze Kapitel, jede Woche ein neues, immer am Sonntagabend.
Die Volanter*innen freuen sich sehr auf die Inselschreiberin 2021 und heissen sie herzlich willkommen.

Alle scheinen mit Weihnacht und Neujahr beschäftigt zu sein. Joven kann völlig frei und unbeobachtet seinen Aufgaben nachgehen.

Vielleicht doch. Mag sein, dass wir Strand- und Promenadenläufer in ihren Erzählungen als Schalentiere auftauchen, die in ihren Schalen Pommes, Bratwurst oder Eis vor sich hertragen und um ihre Frisur fürchten und die man als Möwe mit gezielten Anflügen um jene köstliche Fracht bringt. Oder sie brauchen uns zum Zielkacken auf Bewegliches. Vielleicht wirbeln sie auch nur durch die Lüfte, um seit Morgenstern in Bildern und Geschichten unsterblich zu werden, immer aufs Neue. Mag sein, dass ihr KIAH! Ein auf möwisch gerufenes Hier! Ist und sie ihre Königin danach wählen, wie viele Schalentiere jeweils auf einen Ruf hin den Kopf in den Nacken legen und den Flug ihrer Auserwählten betrachten.
Wir wissen es nicht. Wir fürchten uns nur, dass sie uns auf den Kopf kacken. Oder auf die Pommes.
Auf der Insel nimmt derweil alles seinen gewohnten Gang.

Sie werden uns kaum vermissen, wenn wir nicht mehr hier sind.

So diese Insel fliegt, wer
oder was ist das Meer, das
sie fliegen macht – und kracht
die Brandung an Felsen, Licht?
Was flicht jenes Sehnen in ihren
Flug, genug, dass wir fliegen
Möwen gleich, betreten wir
erst einmal ihr Reich und schweben
vielleicht ist es unser Leben
das sich wiegt mit den Gezeiten
das uns mit Wolken gleiten oder
mit Möwen kreischen macht, mit
Bedacht hat einer sich diese Insel
ausgedacht und Wesen, die lesen
lassen sie fliegen und immer wie
der die Kurve kriegen, der sie macht.(Eine Möwe lacht.)