Joven ist in der Schule.
Katharina Vasces und der Kobboi sitzen vor dem ersten Kaffee.
Frau Adler hat Verspätung.
Herr Cãna hat seine Sonnenbrille verlegt.
Der Teig will heute Milla Cremeso nicht gehorchen.
Die Woche hat noch nicht den richtigen Takt gefunden.
Der Kobboi ist platt wie ein Pizzateig. Der Wind arbeitet auf der Radrunde nicht mit ihm zusammen. Jetzt gibt es eine Pizza Bianca und danach verfolgt er ganz entspannt das Radrennen Strade Bianche. Ein Espresso und Amaretti dürfen natürlich nicht fehlen. Milla Cremeso bring bestimmt noch ein Panna Cotta vorbei. Tutto bene.
Erster Schultag nach den Ferien. Joven hegt die Hoffnung, dass sich die Schule in etwas ganz Neues verwandelt hat. In was weiss er nicht. Dabei ist seine einzige Sorge auf dem Schulweg, dass er vermutlich irgend etwas Entscheidendes vergessen oder verpasst hat.
Für Nachmittag haben sich starke Regenfälle angekündigt.
Katharina Vasces summt vor sich hin, der Kobboi reinigt und entkalkt die Kaffeemaschine.
Ein Schlauch seines Fahrrades beendete auf der Radrunde seinen Dienst. Also Rad ausbauen, Reifen runter Schlauch raus, neuer Schlauch rein, den Reifen wieder auf die Felge, Rad einbauen, pumpen und weiterfahren. Soweit so gut.
Aber kaum hatte der Kobboi damit begonnen, hielt ein Radfahrer an und wollte Auskunft über die speziellen Schläuche, die der Kobboi mitführte. Ein oranges Exemplar, das leider dem Heranfahrenden sofort in das Auge stach. Im Gegensatz zum Kobboi, schien er alles über dieses neue Produkt zu wissen. Nachher musste der Kobboi dem Mann Auskunft geben, über die Radgrösse, die Reifenbreite, die Übersetzungen und schier endlos so weiter. Dem Kobboi stand die Verzweiflung in das Gesicht geschrieben, was seinem Gesprächspartner aber nicht auffiel, da er sich so sehr auf das Fahrrad und sein Wissen konzentrierte. Dem Kobboi überkamen Zweifel, ob er irgendwann noch diese Panne beheben kann? Da traf auch schon der nächste Radfahrer ein, der sich auch genau auskannte in Sachen Fahrrad. Das Angebot des Kobboi, dass er ihnen gerne das Wechseln des Schlauches überlassen würde, wollte dann doch keiner annehmen. Es trafen ja auch noch zwei Wanderer ein, die zufälligerweise auch bestens Bescheid wussten und so war die Runde komplett.
Mit halb aufgepumpten Reifen ging es dann weiter, bis er endlich einen ruhigen Platz wand, wo er in Ruhe alles nochmals richtig ordnen konnte.
Der Kobboi ist platt.
Übrigens: Die Tubolito-Schläuche waren ein Geschenk der Volante Fahrradwerkstatt