Die Rückenschmerzen sind verschwunden, Joven fühlt sich wieder gesund. Er will wieder nach draussen. Die Aussicht aus seinem Bett genügt im nicht, seine Beine wollen mit ihm davonlaufen. Aber das Thermometer zeigt immer noch 38° an und seine Eltern lassen ihn nicht aus dem Bett. Morgen soll er noch zum Arzt, das findet er total übertrieben.
In der Nacht hat es intensiv geregnet.
Katharina Vasces servierte zum Mittagessen Torta di Ceci und zu Nachtisch gab es Zabaione der Kobboi hatte lange geübt bis er die Zabaione so zubereiten konnte, dass man sie den Gästen vorsetzten konnte.
Frau Adler überlegt sich zu Hause was sie Herrn Cãna servieren würde, falls sie ihn einmal einladen würde.
Joven wartet nur noch auf die Herbstferien, der Kobboi pedaliert immer noch auf dem Rad und in der Küche. Katharina Vasces hat genügend Zeit für sich und ihre Bücher. Frau Adler steht am Meer. Herr Cãna spricht immer noch mit seiner verstorbenen Frau. Alles wie immer.
Am Sonntagabend gab es eine Berner Platte, seither versucht der Kobboi das zu verarbeiten. Er ist kein Hirsch i.
Die Insel verhüllt sich seit Tagen im Nebel.
Berner Platte
Die Berner Platte ist ein traditionelles und üppiges Fleischgericht der Berner Küche.
Sie besteht aus verschiedenen Fleisch- und Wurstsorten wie Rindfleisch, geräucherter Schweine- und Rinderzunge und geräuchertem Bauchspeck, Rippli, Schüfeli, Gnagi, Berner Zungenwurst und Schweineohren oder -schwänzen, die gekocht mit wacholder- gewürztem Sauerkraut, sauren Rüben, grünen und/oder getrockneten Bohnen und Salzkartoffeln auf einer grossen Platte angerichtet und serviert werden. Die Berner Platte ist jedoch kein Eintopfgericht, sondern die verschiedenen Fleischzutaten und Beilagen werden jeweils separat zubereitet bzw. gegart.
Die Zutaten der Berner Platte wie auch deren historische Geburtsstunde sind verbürgt. Als am 5. März 1798 die Berner bei der Schlacht von Neuenegg die Franzosen in die Flucht geschlagen hatten und als Sieger zurückkehrten, musste in kürzester Zeit ein Siegesfest organisiert werden. Hierzu steuerte die Gemeinde das Beste bei, was ihre Vorräte hergaben; aufgrund des Spätwinters überwiegend haltbare oder haltbar gemachte Speisen, welche zur bekannten Platte kombiniert wurden.
Joven ist alleine unterwegs, seine Eltern haben den Sonntag verschlafen.
Nach der morgendlichen Radrunde musste der Kobboi noch Socca de Nice herstellen, die er zum Aperitif anbot. Mit genügend Flüssigkeit, die Katharina Vasces unermüdlich verteilt, werden alle Socca de Nice verzehrt.
Joven konnte seine Eltern überzeugen, für das Mittagessen zum Leuchtturm zu fahren. Es werde Salade Niçoise serviert mit frischer gebackener Baguette. Das zur Nachspeise Crème brûlée serviert wird hat er unterschlagen.
Die Nächsten drei Wochen wird sich der Kobboi ausschliesslich, an der französischen Küche probieren.
Die erste Schulwoche ist geschafft, Joven geniesst das Wochenende. Ein starker Wind begleitet ihn der Küste entlang. Das Meer ist 26° warm.
Beim Leuchtturm wird Salade Niçoise serviert und für den Nachtisch versuchte der Kobboi eine Torta Sbrisolona herzustellen. Die Gäste essen tapfer auf.