
Joven beruhigt es, wenn er im Alltag immer wieder kleine Veränderungen feststellt. So bleibt immer noch alles möglich.
Logbuch der Insel von Rittiner & Gomez

Joven beruhigt es, wenn er im Alltag immer wieder kleine Veränderungen feststellt. So bleibt immer noch alles möglich.

Wir senden die Grüsse über das Meer hinaus in die weite Welt.

Mit Ausnahme der kleinen Ansammlung von Häusern und Geschäften, die das Herz der 500-Seelen-Insel bilden, leben die Menschen über das ganze Eiland zerstreut. So steht auch das Haus des Alten alleine auf einer Klippe im Westen der Insel. Ein kleines Granithaus aus erdfarbenen Bruchsteinen, mit einem Dach aus schwarzem Schilfrohr und einem Kamin, dem im Winter stets eine dicke Rauchwolke entsteigt. Doch die Geschichte, die ich euch hier erzählen werde, beginnt mit einem jähen Ende an einem schönen Tag im Sommer.
Text: Susan Brandy

Joven geniesst heute noch mit ein paar Schulfreunden einen Tag am Strand. Am Montag ist wieder Schulbeginn.
Der Kobboi freut sich über die vielen schönen Neujahrskarten, die er erhalten hat.

Aus der Luft und zu Wasser, alle wollen Fisch. Joven möchte heute keinen auf dem Teller.

Die Jahreszeiten auf der Insel unterscheiden sich kaum. Das Klima ist mild, so dass die aus dem Atlantik ragende Landmasse auch im Winter mit einem immergrünen Teppich überzogen ist. Der Einzige, der den Jahreszeiten eine Kontur verleiht, ist der Nordwind, der während des Sommers seine Kräfte sammelt, um zu Beginn des Oktobers mit einer ersten starken Böe den Winter anzukündigen. Und wäre da nicht die Landbrücke, welche die zwei ungleich grossen Teile der Insel wie eine Heftklammer zusammenhält, wäre zu befürchten, dass der Nordwind den kleineren Teil eines Tages davonträgt.
Text: Susan Brandy

Feiern die Möwen auch Neujahr?
Frau Adler verwendet den Rest, des Sekts um ihr Risotto zu verfeinern.
Die Flut war heute aussergewöhnlich hoch.

Joven startet ganz leise und vorsichtig in das neue Jahr und hofft, dass ihn niemand stört.
Herr Cãna sitzt am Fenster und Frau Adler wartet am Meer.
Am Leuchtturm, keine besonderen Vorkommnisse.

Ein grosses Dankeschön an die Inselschreiberin 2020 Síle Marlin für ihren wunderbaren Herrn Kleinmut und ein auch Danke an alle Kommentar-Schreiberinnen und Besucherinnen der Isla Volante. Auch allen die Ideen beisteuerten und die Insel unterstützten.
Wir wünschen ihnen ein gutes neues Jahr und bleiben sie gesund.

Ab Januar wird hier von Susan Brandy eine Geschichte erzählen. Sie handelt vom Abschied, vom Neubeginn und von sonderbaren Tieren. 52 kurze Kapitel, jede Woche ein neues, immer am Sonntagabend.
Die Volanter*innen freuen sich sehr auf die Inselschreiberin 2021 und heissen sie herzlich willkommen.