
Joven startet ganz leise und vorsichtig in das neue Jahr und hofft, dass ihn niemand stört.
Herr Cãna sitzt am Fenster und Frau Adler wartet am Meer.
Am Leuchtturm, keine besonderen Vorkommnisse.
Logbuch der Insel von Rittiner & Gomez

Joven startet ganz leise und vorsichtig in das neue Jahr und hofft, dass ihn niemand stört.
Herr Cãna sitzt am Fenster und Frau Adler wartet am Meer.
Am Leuchtturm, keine besonderen Vorkommnisse.

Ab Januar wird hier von Susan Brandy eine Geschichte erzählen. Sie handelt vom Abschied, vom Neubeginn und von sonderbaren Tieren. 52 kurze Kapitel, jede Woche ein neues, immer am Sonntagabend.
Die Volanter*innen freuen sich sehr auf die Inselschreiberin 2021 und heissen sie herzlich willkommen.

Alle scheinen mit Weihnacht und Neujahr beschäftigt zu sein. Joven kann völlig frei und unbeobachtet seinen Aufgaben nachgehen.

Vielleicht doch. Mag sein, dass wir Strand- und Promenadenläufer in ihren Erzählungen als Schalentiere auftauchen, die in ihren Schalen Pommes, Bratwurst oder Eis vor sich hertragen und um ihre Frisur fürchten und die man als Möwe mit gezielten Anflügen um jene köstliche Fracht bringt. Oder sie brauchen uns zum Zielkacken auf Bewegliches. Vielleicht wirbeln sie auch nur durch die Lüfte, um seit Morgenstern in Bildern und Geschichten unsterblich zu werden, immer aufs Neue. Mag sein, dass ihr KIAH! Ein auf möwisch gerufenes Hier! Ist und sie ihre Königin danach wählen, wie viele Schalentiere jeweils auf einen Ruf hin den Kopf in den Nacken legen und den Flug ihrer Auserwählten betrachten.
Wir wissen es nicht. Wir fürchten uns nur, dass sie uns auf den Kopf kacken. Oder auf die Pommes.
Auf der Insel nimmt derweil alles seinen gewohnten Gang.

Sie werden uns kaum vermissen, wenn wir nicht mehr hier sind.

So diese Insel fliegt, wer
oder was ist das Meer, das
sie fliegen macht – und kracht
die Brandung an Felsen, Licht?
Was flicht jenes Sehnen in ihren
Flug, genug, dass wir fliegen
Möwen gleich, betreten wir
erst einmal ihr Reich und schweben
vielleicht ist es unser Leben
das sich wiegt mit den Gezeiten
das uns mit Wolken gleiten oder
mit Möwen kreischen macht, mit
Bedacht hat einer sich diese Insel
ausgedacht und Wesen, die lesen
lassen sie fliegen und immer wie
der die Kurve kriegen, der sie macht.(Eine Möwe lacht.)

Oft wünscht sich Joven die Insel und mit ihr die ganze Welt würde sich einfach auflösen und dann ertappt er sich, wie seine Augen den Leuchtturm suchen und er froh ist, dass die Insel dem Meer standhält.

Er habe doch keinen blassen Dunst, da gibt Joven der Lehrerin recht. Der gleitet gar nicht so blass über die Insel und lässt sich vom Sonnenlicht verwöhnen.
Frau Adler hat Wallungen. Herr Cãna macht Feierabend.

Der Himmel scheint undicht zu sein, trotz Sonne nieselt es den ganzen Tag.
Der Kobboi bekam schon wieder Post und ist ganz glücklich in der Küche. Katharina Vasces putzt die Treppe des Leuchtturms und hat Hunger.

Joven ist schlecht vorbereitet, nein er ist gar nicht vorbereitet für die Schule. Die einzige Hoffnung, die ihm bleibt, dass er sich im Nebel verirrt und in einer ganz anderen Welt wieder auftaucht, wo es keine Schule gibt.