
Heute geniessen Katharina Vasces und der Kobboi zu zweit ihren Kaffee. Das Meeresrauschen begleitet sie mit Möwen Gekreische. Am Horizont tauchte einmal der gelbe Regenmantel von Frau Adler auf.
Logbuch der Insel von Rittiner & Gomez

Heute geniessen Katharina Vasces und der Kobboi zu zweit ihren Kaffee. Das Meeresrauschen begleitet sie mit Möwen Gekreische. Am Horizont tauchte einmal der gelbe Regenmantel von Frau Adler auf.

Bei dem Wetter reicht eine warme Mahlzeit und alle sind zufrieden. Auf alle Fälle, Yorkshire Pudding und Roastbeef sind restlos aufgegessen. Kaffee, Tee und vom süssen Nachtisch hat es noch genug um zusammen den Nachmittag zu verbringen.
Der Kobboi ist sichtlich nervös, eigentlich sollte er doch Gäste bewirten und gleichzeitig muss er auf dem kleinen Bildschirm die Radweltmeisterschaft in Yorkshire verfolgen. Von was er leichte Magenschmerzen hat weiss er nicht.
Joven ist mit seinen Eltern auch anwesend.
Das Wetter ist stabil.

Die bisherigen Versuche sind missglückt. Vermutlich hätte er es besser für sich behalten. Am Sonntag wollen jetzt plötzlich alle zum Essen kommen.
Am Sonntag müssen er und Katharina Vasces immerhin keine Kartoffel mehr schälen.
Milla Cremeso will am Sonntag noch süssen Yorkshire Pudding mitbringen, der Tag ist gerettet.
Joven ist schon von seiner Runde zurück. Seine Eltern haben verschlafen.

Am Sonntag muss er gelingen, der „Yorkshire Pudding“ der zum Roastbeef serviert wird. Der Kobboi ist am Üben.
Dafür gibt es diese Woche nur Fish and Chips.
Das Wetter gibt sich very British, aber der Kobboi und sein Fahrrad sind Regen erprobt.
Eigentlich möchte ja Frau Adler auch einmal, aber sie wagt es nicht. Was wohl die Leute denken würden.
Hergestellt wird er aus einem Teig aus Mehl, Milch, Eiern, Fett (traditionell Rindernierenfett), Salz und eventuell Pfeffer, Petersilie und Muskatnuss. Der Teig muss sehr flüssig sein und mindestens eine halbe Stunde ruhen. Es gibt zwei Zubereitungsarten für den Yorkshire Pudding. Bei der einen wird der Teig fingerdick in einer Pfanne oder Auflaufform bei starker Hitze im Ofen goldbraun gebacken und anschliessend in Rauten geschnitten. Bei der anderen Zubereitungsart wird der Teig portionsweise in kleine Pasteten- oder Muffin-Formen gegossen. Damit der Teig aufgeht, müssen Pfanne oder Formen eingefettet und sehr hoch erhitzt werden, bevor der Teig hinzugegeben wird. Bei dieser Zubereitungsart bekommt der Yorkshire-Pudding seine typische Mulde, in die man die Bratensauce geben kann.
Beim traditionellen britischen Sonntagsessen Sunday Roast wird Yorkshire-Pudding im selben Ofen wie das Roastbeef oder sonst verwendete Fleisch gebacken, wobei der Pudding unter dem Fleischstück gart, sodass der Bratensaft in den Pudding tropft und ihm zusätzliches Aroma verleiht.
Mit Konfitüre oder Zuckersirup („Golden Syrup“) wird Yorkshire-Pudding auch als Nachspeise serviert.

Seine Eltern wollen mit dem Tram nach Hause. Zum Glück setzte er sich neben seine Mutter, den auf den freien Platz neben seinem Vater setzte sich ein Mann der seine Breite noch mit Ellbogen und Knien ausbaute. Sein Vater fragte ihn dann ganz höflich, ob er genug Platz hätte. Darauf wurde er während der Fahrt, in Zeitlupe immer schmaler. Joven hatte grosse Mühe, ernst zu bleiben.
Frau Adler und Herr Cãna waren auch im Tram, aber sie bemerkten einander nicht.
Das Tram, das den Hafen mit dem Leuchtturm verbindet, wird mit einem Luftdruckmotor angetrieben. Fahrplan gibt es keinen. Es fährt nach Bedarf zwischen 7 00 Uhr bis 11 00 Uhr. Fahrzeit 15 Minuten

Bei Regen findet Joven die Insel noch schöner.

Seine Eltern wollen ihn heute begleiten. Er wartet nun schon lang am Stand auf sie.
Sie wusste nicht was sie anziehen sollte, ob die Hosen zu den Schuhen passen, die Frisur sitzt, das Parfum zu aufdringlich und… Er war nicht besser dran, ist die Jacke zu edel für den Anlass, Krawatte ja oder nein, sollte er sich noch besser rasieren… Nach dem Wetterbericht, der starke Regenfälle ankündigt, entscheiden sie sich dann doch für ihre wetterfeste Alltagsbekleidung und Regenjacke.
Erwachsen zu werden scheint keine Alternative zu sein.

Das Gewitter wartet wohl, bis er in der Schule angekommen ist. Aber wer weiss vielleicht reicht es ja noch, er hat ja noch eine halbe Stunde Zeit. Der Meereswind begleitet ihn auf seinem Weg.

Nach einem Gespräch mit seiner Schwester und seinen Eltern, entschloss sich Joven, die Flaschenpost persönlich dem Kobboi zu überbringen.
Zu seinem erstaunen schien der Kobboi überhaupt nicht enttäuscht darüber zu sein, dass seine Botschaft an der Insel hängen blieb oder diese nur umkreiste. Der Kobboi selber kam ja auch nicht mehr von der Insel los, nach dem er ursprünglich nur einen Zwischenhalt machen wollte. Jetzt ist er schon über 40 Jahre hier und kann sich nicht mehr vorstellen irgendwo anders zu leben.
Joven schien genau im richtigen Moment gekommen zu sein, die Paella wurde serviert und er war selbstverständlich eingeladen. Nachtisch gab es auch.
Ansonsten gibt es nichts zu berichten, alles normal.

Joven stolperte heute an der Ostküste, mehr oder weniger zufällig über eine Flasche. Bei näherem Betrachten stellte er fest, dass es sich um eine Flaschenpost handelte. Natürlich war er gespannt, woher und wem auf der weiten Welt die Post stammt. Zu Hause kam dann die Ernüchterung. Der welcher die Flasche vor 41 Jahren auf die Reise schickte, war der Kobboi und die Flasche schien die Insel nie verlassen zu haben. Inhaltlich gab sie nicht viel her, herzliche Grüsse und die Anschrift vom Kobboi.
Joven überlegt sich nun, ob er die Flaschen irgend jemanden auf der Welt zusenden sollte, der sich dann beim Kobboi melden könnte.
Der Kobboi wasserte die Flasche 1978 bei Flut an der Westküste. Die Flasche schaffte es tatsächlich rund um die Welt, um ausgerechnet wieder an der Isla Volante zu stranden. Leider konnte dies niemand feststellen.