
21. September internationaler Tag des Friedens.
Am Abend essen alle zusammen beim Leuchtturm eine Mehlsuppe. Da wird dann friedlich mit dem Löffel im Suppenteller gerührt.
Logbuch der Insel von Rittiner & Gomez

21. September internationaler Tag des Friedens.
Am Abend essen alle zusammen beim Leuchtturm eine Mehlsuppe. Da wird dann friedlich mit dem Löffel im Suppenteller gerührt.

Joven wartet nur noch auf die Herbstferien, der Kobboi pedaliert immer noch auf dem Rad und in der Küche. Katharina Vasces hat genügend Zeit für sich und ihre Bücher. Frau Adler steht am Meer. Herr Cãna spricht immer noch mit seiner verstorbenen Frau. Alles wie immer.

Polenta passt farblich ganz gut und da es in die Pyrenäen geht, zum Nachtisch Crema catalana. Serviert wird mit dem Maillot jaune.
Die Inselbeleuchtung hat irgendwie auch einen Gelbstich. Alles scheint gut zu werden.
Frau Adler zweifelt am Verstand vom Kobboi und kann nicht verstehen, dass Katerina Vasces da voll mitzieht.
Joven bleibt am Meer.

Die erste Schulwoche ist geschafft, Joven geniesst das Wochenende. Ein starker Wind begleitet ihn der Küste entlang. Das Meer ist 26° warm.
Beim Leuchtturm wird Salade Niçoise serviert und für den Nachtisch versuchte der Kobboi eine Torta Sbrisolona herzustellen. Die Gäste essen tapfer auf.

Jeden Tag ein neues Blau. Der Kobboi kann nicht genug davon bekommen. Seine Lippen sind salzig.

Die Grosseltern hatten auch stürmische Zeiten hinter sich. Bei einem der grössten Stürme hat Grossvater der Grossmutter seine grosse Liebe zu ihr beschworen und um ihre Hand angehalten. Die Grossmutter behauptet ja, er hätte dies nur aus Panik gemacht, weil er seekrank wurde. Grossvater hingegen behauptet, er wollte sie damit nur beruhigen, da sie in grosser Angst gewesen sei. Wie es wirklich war, wird für immer im Verborgenen bleiben. Auf alle Fälle scheinen sie immer noch glücklich miteinander zu sein.
Joven fragt, ob dies nicht mit einem feinen Dessert bei Milla Cremeso gefeiert werden sollte. Es herrschte Einstimmigkeit.

Die Postkarte ist reisefertig.
Am Meer
Das Meer erglänzte weit hinaus
Im letzten Abendscheine;
Wir sassen am einsamen Fischerhaus,
Wir sassen stumm und alleine.Der Nebel stieg, das Wasser schwoll,
Die Möwe flog hin und wieder;
Aus deinen Augen liebevoll
Fielen die Tränen nieder.Ich sah sie fallen auf deine Hand,
Und bin aufs Knie gesunken;
Ich hab’ von deiner weissen Hand
Die Tränen fortgetrunken.Seit jener Stunde verzehrt sich mein Leib,
Die Seele stirbt vor Sehnen; –
Mich hat das unglücksel’ge Weib
Vergiftet mit ihren Tränen.

Die Post ist da.
La mer
Qu’on voit danser le long des golfes clairs
A des reflets d’argent
La mer
Des reflets changeants
Sous la pluieLa mer
Au ciel d’été confond
Ses blancs moutons
Avec les anges si purs
La mer bergère d’azur
InfinieVoyez
Près des étangs
Ces grands roseaux mouillés
Voyez
Ces oiseaux blancs
Et ces maisons rouilléesLa mer
Les a bercés
Le long des golfes clairs
Et d’une chanson d’amour
La mer
A bercé mon cœur pour la vieCharles Trenet / Albert Lasry

Eine Postkarte der Briefträgerin übergeben und eine erhalten.
Erst, wenn uns der Boden unter den Füssen weggezogen wird, erkennen wir den wahren Wert unserer Insel.
Roger Levy

Ferien Grüsse von der Insel
Ich habe an der Küste gestanden
Immer wartend
Auf etwas Dauerhaftes