Isla Volante

Logbuch der Insel von Rittiner & Gomez

Belgische Pommes

Radfahrer Graphic Novel

Der Kobboi musste heute früh auf seine Radrunde.

Jetzt ist er in der Küche. Die Belgische Pommes müssen fertig werden.

So ist alles bereit, um am TV die Flandern Rundfahrt zu verfolgen.

Belgische Pommes
Als Erstes die Kartoffeln schälen und waschen und in dicke Stifte schneiden. Die Kartoffelstifte abwaschen, damit sich die Kartoffelstärke löst, und anschliessend gut trocknen, damit es beim Frittieren weniger spritzt.
Damit belgische Pommes Frites innen weich und aussen knusprig gelingen, werden sie in zwei Durchgängen frittiert.
Für den ersten Durchgang die Fritteuse zunächst auf ca. 150 °C erhitzen. Die Pommes Frites 5-7 Minuten frittieren, danach gut abtropfen lassen und ein paar Minuten bei Raumtemperatur ruhen lassen. Im zweiten Durchgang die Fritteuse auf ca. 180 °C erhitzen und die Pommes Frites so lange frittieren, bis sie goldgelb gebacken sind.
Die fertigen Pommes Frites wieder kurz abtropfen lassen, sofort salzen und servieren.

Ruhe

Meer Graphic Novel

Joven geniesst die Ruhe auf seiner Strandrunde.

Frau Adler hat verschlafen oder war noch früher unterwegs.

Katharina Vasces und der Kobboi sitzen vor dem Haus und schauen hinaus auf das Meer.

Alles ist gut.

Nr. 13

Efeu - Graphic Novel - Susan Brandy - Rittiner Gomez

Der Sohn des Krabbenfischers nahm mich mit zu der Bucht und zeigte mir die Bootshäuser. Eines davon hatte dem Alten gehört. Ich besass nun auch ein Boot.

Er erzählte mir, dass der Alte, als er dazu noch in der Lage war, frühmorgens bei ruhiger See jeweils mit einer Staffelei in sein Boot stieg und aus der Bucht hinausfuhr, um irgendwo, unweit der Küste, den Anker zu werfen und stundenlang unter einem Sonnenschirm zu malen.

Ich bat ihn, meine Identität und den Grund meines Kommens zu verschweigen, bis ich die Insel im Herbst wieder verlassen würde. Dass der Alte eine Tochter hat, von deren Existenz bis zu seinem Tod keiner auf der Insel gewusst hatte, sorgte für Gesprächsstoff genug.

Später wollte ich ins Atelier. Ich musste schreiben. Doch als der Sohn des Krabbenfischers gegangen war, verwarf ich meinen Plan. Ich ging zu dem Schafstall, in welchem der Alte seine Gartengeräte und das Fahrrad aufbewahrt hatte, und begann an dem Efeu zu zerren, das sich verzweifelt an den Steinwänden festhielt. Wie eine Besessene riss ich an den Trieben, die sich über die dahinterliegende Gartenmauer hinweg in Richtung des Ateliers ausstreckten, als, mit einem dumpfen Krachen, etwas neben mir auf den Boden aufschlug.

Text: Susan Brandy

Serie: Die Insel

Guter Rad

Radtour Graphic Novel

Guter Rad, der Kobboi scheint in einer Endlosschleife zu stecken und wir Bildermacher versuchen ihm zu folgen. So haben wir natürlich Joven, Herr Cãna und Frau Adler völlig aus den Augen verloren.

Nr. 12

Wal Delfin Möwe - Graphic Novel - Susan Brandy - Rittiner Gomez

Als ich vom Leuchtturm zurücklief, hatte die erste Fähre bereits angelegt, die Einkaufsallee war belebt; an deren Ende standen die Traktorbusse und luden die Besucher ab – die Insel war autofrei. Auch die Ambulanz wurde von einem Traktor gezogen. Die einzigen Personenfahrzeuge, die man auf der Insel erlaubte, waren die Traktorbusse, die vom Hafen bis ins Zentrum fuhren, sowie Pferdewagen und Fahrräder.
Um bei den Einheimischen nicht aufzufallen, ging ich einer Gruppe Besucher hinterher und sah mir die Kartenständer vor den Souvenirläden an. In jedem steckten auch Postkarten von den Bildern, die der Alte gemalt hatte. Dann entdeckte ich meine Romane. Sie standen im Schaufenster des kleinen Bücherladens, inmitten einer Dekoration aus Schafen, Möwen und Plüschdelfinen.

Text: Susan Brandy

Serie: Die Insel

Poggio

Radfahrer Graphic Novel

Der Kobboi würde heute auch gerne 290 km weit Rad fahren, wie die Radrennfahrer bei Mailand San Remo, aber die Insel ist zu klein, wie auch seine Ausdauer. Immerhin sitzt er jetzt schon 3 Stunden auf dem Rad und pedaliert fleissig. Den einzigen Hügel, den es auf seiner Radrunde zu überwinden gilt, hat er für einmal in Poggio umbenannt.

Für das Mittag gibt es heute Pasta mit Pasta, Basta. Immerhin gibt es dann noch ein feines Tiramisu und Espresso a Diskretion.

Katharina Vasces flüchtet auf den Leuchtturm und hört sich alte italienische Schlager an, das Dessert wird sie aber mit Sicherheit nicht verpassen.

Flug

Möwen Graphic Novel

Wohin fliegen die wohl? Sind die auch auf der Isla Volante zu Hause, oder nur auf der Durchreise?

Nr. 11

Notizen Zettelwirtschaft - Graphic Novel - Susan Brandy - Rittiner Gomez

Ich erzähle meine Erlebnisse anhand der Notizen, die ich nach meiner Ankunft zu erstellen begann. Ich ahnte bereits dann, dass die Vergangenheit aus meinem Gedächtnis verschwinden und einer Phantasie weichen würde, die meinem Widerwillen, persönliche Dinge preiszugeben, wohlwollend entgegenkommt.
Meine Vorahnung hat sich bestätigt. Es ist mir heute nicht mehr möglich, mich an Geschehnisse, die ich mir nicht notiert habe, zu erinnern. Ich kann diese Erzählung nicht – wie ich es in meinen Romanen so gerne getan habe – mit Details anreichern, und sie widerstandslos durch die Köpfe gleiten lassen. Natürlich könnte ich sie erfinden. Doch bleibt mir keine Zeit mehr dafür. Ich bin gezwungen, bei der Wahrheit zu bleiben.
Die ersten Tage auf der Insel, die Begegnungen mit der Möwe, die nunmehr seit vielen Jahren tot ist – alles, was mir geblieben ist, sind die Notizen.

Text: Susan Brandy

Serie: Die Insel

Freier Sonntag

Meer Graphic Novel

Auf das Meer hinaus und alles vergessen.

Nr. 10

Leuchtturm - Graphic Novel - Susan Brandy - Rittiner Gomez

Bei Tagesanbruch rannte ich los. Mein Ziel war der Leuchtturm. Ich folgte der einzigen Teerstrasse der Insel, die über die Landenge führte, und auf der anderen Seite hinter einem Hügel verschwand. Die Landschaft, in der ich mich bewegte, war mir nicht neu, der Alte hatte sie mehr als einmal gemalt. Auch den Leuchtturm, der an der Seite einer Klippe hing, die ihn überragte. Ich sprang die steile Treppe hinunter bis zur Plattform und setzte mich auf die Mauer. Bis auf die Möwen, die in den Felsnischen unter mir ihren Nachwuchs versorgten, war ich alleine. Doch dann war auch sie wieder da. Balancierte nur wenige Meter von mir entfernt auf der Mauer und beobachtete mich. Vorsichtig stand ich auf und begann mit ihr zu sprechen. Sie liess es zu, ihr Kopf jedoch war in ständiger Bewegung. Dann öffnete sie die Flügel, stiess sich von der Mauer ab und segelte in Richtung des Ozeans davon.

Text: Susan Brandy

Serie: Die Insel