Alles erledigt, jetzt muss er nur noch pünktlich in der Schule ankommen. Kein Mensch ist ihm auf dem Weg begegnet. Ab und zu stellt er sich vor, er lebte ganz alleine auf diesem Planeten, der um die Sonne kreist.
Frau Adler sucht verzweifelt den zweiten Ohrring. Sie hatte doch beide, wie immer auf die Kommode gelegt. Schon eine Stunde Verspätung und eigentlich wollte sie heute früher zurück sein.
Für seine Eltern, mangelt es Joven nicht daran, dass er über sein Handeln zu wenig nachdenken würde. Ihnen wäre viel lieber er würde denken bevor er etwas tut. Aber all zu oft scheint er von einer nicht zu bändigenden Kraft gesteuert zu sein. Zum Glück hat er ja auf der Insel genügend Auslauf.
Er sei keine reflektierte Person, behauptete die Lehrerin im Handwerksunterricht, als er sein misslungenes Taburett zerlegte. Offensichtlich hat sie sich getäuscht. Die Welt ist schön.
Vanille? Schmeckt der Sonntag nach Vanille? Oder bildet er sich das nur ein? Wie kommt er nur auf diese Frage? Das Meer und die Insel können doch nicht nach Vanille riechen? Oder? Joven bleibt noch eine Weile am Meer.
Frau Adler will heute nicht alleine essen, sie sitzt im Tram und ist gleich beim Leuchtturm.
Bei der Wetterlage könnte er doch behaupten, den Weg zur Schule gar nicht gefunden zu haben. Nachts hatte er einen komischen Traum.
Vielleicht folgt Joven dem Apfelduft zu Frau Adlers Apfelkuchen. Mit seinem Bild in der Hand läutet er und Frau Adler öffnet. Hallo Joven, das Bild passt ja wunderbar zu meinem Apfelkuchen! Magst du ein Stück? – Joven ist glücklich: Es gibt also nicht nur verschiedene Äpfel, sondern auch verschiedene Augen oder unterschiedliches Sehen!
Bess
Heute mussten sie in der Schule einen Apfel zeichnen, die Lehrerin bemerkte zu Jovens Werk: „Das ist kein Apfel“. Da musste er ihr recht geben, den es ist eine Zeichnung und kein Apfel.
Frau Adler backte heute einen Apfelkuchen und stellte sich vor, ihn zusammen mit Herrn Cãna zu essen. Sie klopfte dann doch bei ihrer Nachbarin und die war sofort bereit mitzuessen.